Die Hausgemeinschaft ist
eine Weiterentwicklung des herkömmlichen Altenheimes mit der dort üblichen
Wohnbereichsstruktur. Familienähnlich wohnen 13 Senioren in einer
Wohngemeinschaft zusammen, die wir nach der Definition des Kuratoriums
Deutsche Altershilfe KDA, als "Hausgemeinschaft" bezeichnen.
Die Merkmale der Hausgemeinschaft
"Dezentralisierung", "Normalität", "Geborgenheit" und „Familienähnlichkeit", bilden die
Grundlage für die Konzeption der Häuser der St. Marien-Krankenhaus Ahaus-Vreden GmbH.
Eine fachlich versierte Pflege ist die Grundlage für die Teilnahme
am Leben in der Hausgemeinschaft und hilft, mit Kompetenzeinbußen,
altersbedingten Krankheiten und Problemen umzugehen. Die Pflege in unseren
Einrichtungen ist ressourcenorientiert, d.h. die Pflege ist ausgerichtet
auf die Stärken und Möglichkeiten der Bewohner im täglichen Leben. Die Erhaltung bzw. Wiedererlangung von Kompetenzen der Bewohner, sich für die
eigenen Wünsche und Bedürfnisse einzusetzen, steht im Mittelpunkt unseres
Pflegeansatzes.
Dezentralisierung: Eine zentrale Versorgungsstruktur verhindert in
der Regel jeden Ansatz der Selbstversorgung und Selbständigkeit.
Insofern hat die Aufhebung oder sinnvolle Zurückführung von
zentraler Versorgung nicht nur eine strukturelle sondern vor allen
Dingen eine wichtige inhaltliche Bedeutung.
Das Konzept der Hausgemeinschaft der St. Marien-Krankenhaus
Ahaus-Vreden GmbH führt die weitgehend selbständigen Hausgemeinschaften in
die Organisation einer stationären Einrichtung der Altenhilfe zusammen.
Dabei werden die Bereiche
wie Verwaltung, die Leitung der Einrichtung oder die Haustechnik in konventioneller Weise betrieben. Der Mitarbeitereinsatz in den Bereichen
Hauswirtschaft, Pflege und soziale Betreuung ist hingegen völlig neu konzipiert worden. Die bisherige Trennung dieser Bereiche wird durch die
Präsenzkräfte aufgehoben.
Die Präsenzkräfte sind während des ganzen Tages anwesend und
„leben“ den Alltag gemeinsam mit den Bewohnern in einer möglichst
„normalen“, d.h. gewohnten Tagesabfolge. Die Anwesenheit einer festen
Ansprechperson vermittelt die Kontinuität in der Beziehung zwischen
Bewohner und Pflegepersonal, die für die Schaffung von Vertrautheit und
Geborgenheit existentiell wichtig ist.